August 2026
Steuern im Blick 07/2026: Jahressteuergesetz, Arbeitszimmer & Dienstreisen
Der Referentenentwurf prägt die Juli-Ausgabe: Das Bundesfinanzministerium hat im Mai einen 151 Seiten umfassenden Entwurf für ein Jahressteuergesetz 2026 vorgelegt, u. a. mit Neuregelungen zur umsatzsteuerrechtlichen Organschaft und zur Kaufpreisaufteilung bei bebauten Grundstücken. Laut BFH sind Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer bei Selbstständigen nur abzugsfähig, wenn die gesetzliche Aufzeichnungspflicht eingehalten wird – ein Verstoß führt zum vollständigen Verlust des Abzugs. Ebenfalls laut BFH sind Dienstreisen mit dem Privatwagen statt des vorhandenen Firmenwagens in der Regel unangemessen und daher nicht als Werbungskosten absetzbar. Zudem hält der BFH das baden-württembergische Grundsteuermodell für rechtmäßig, und laut FG Bremen sind vom Verkäufer einer Mietimmobilie übernommene, verkaufsbedingte Aufwendungen keine Werbungskosten. Weitere Themen: Betriebsstättenbegriff bei Fahrt-/Reisekosten, Tarifermäßigung für außerordentliche Einkünfte nur noch über die Steuererklärung, verzögerte Umsetzung der EU-Entgelttransparenz-Richtlinie sowie die neue 173-seitige Dienstanweisung zum Kindergeld.
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